- Altbier:

Charakteristik: dunkel bernsteinfarbenes hopfen betontes blankes Bier
Geschichte: Das Altbier ist ein ursprüngliches traditionelles Brauverfahren und hat seine Heimat am Niederrhein und in Düsseldorf. Es musste aufgrund des Eismangels in der Region ( vor der Erfindung der Kältemaschine durch Linde ) für den Sommer ein anderes Brauverfahren gefunden werden welches auch bei höheren Temperaturen ermöglicht bekömmliches Bier herzustellen.
Das Alt wird ausschließlich mit Gerstenmalz hergestellt und bei 15 bis 20 °C mit obergäriger Albierhefe vergoren.
- Biozwickel:

Charakteristik: Untergäriges, blankes Vollbier von hellgelber Farbe. malzaromatisch, mit leichter Hopfennote. Hergestellt aus Biohopfen und Biomalz.
Geschichte:
Was früher ein Privileg des Braumeisters war, bieten wir Kennern und Liebhaber unserer frischen Biere zum Genuss an. Der keilförmige Holzzapfen, den man früher in das Spundloch eines Lagerfasses schlug, gab diesem Bier seinen Namen. Im eigentlichen Sinne handelt es sich um die Probe, die der Braumeister dem Lagertank entnimmt, um den Reifegrad des Bieres festzustellen. Diese Spezialität wird nicht gefiltert. Sie enthält besonders viele Vitamine und Mineralien und schmeckt erfrischend leicht.
- Ehinger Bier:

Charakteristik: goldgelbes weiches malzbetontes körperreiches kräftiges Bier mit leichter Hopfennote der Ehinger Perle.
Geschichte: Es ist schon fast 100 Jahre her, dass in Ehingen Hopfen angebaut wurde.
Und es ist folglich auch schon fast 100 Jahre her, das es ein Bier in Ehingen gab das mit Ehinger Hopfen gebraut wurde. Denn der Hopfenanbau in Ehingen fand kurz vor dem ersten Weltkrieg ein jähes Ende. Die Gründe hierfür waren die starken Preisschwankungen mit anschließendem Preisverfall und die stärkere Nachfrage von Tettnanger und Hallertauer Hopfen.
Die wenigsten wissen noch das Ehingen mal ein Hopfenanbaugebiet war,
und wir waren kein kleines.11. größtes im Königreich Württemberg. Zu den Hoch-Zeiten war fast ganz Ehingen ein Anbaugebiet.
Man konnte zeitweise auf bis zu 364 Hektar Hopfengarten zurückgreifen, welche über 5.000 Zentner Dolden oder bis zu 340.000 Mark ergaben.
Zur damaligen Zeit war der Ehinger Hopfen von sehr guter Qualität, so wurde eine Goldmedaille bei der Hopfenausstellung 1875 in Tettnang und 1877 in Nürnberg gewonnen. Auch eine Zeitungsanzeige von der Stadtpflege von 1864 und 1878 belegt dieses in welcher der Hopfen so hieß es in der Anzeige
„dem bayrischen und dem böhmischen an die Seite gestellt werden kann“.
Dieser starke Hopfenanbau gründete sich auf eine noch stärkere Brauwirtschaft in Ehingen. Denn es gab damals nicht nur das Rössle, das Schwert, den Schwanen, oder den Adler sondern über 20 Brauereien.
Leider weist Heute nur noch wenig wie z.B. der Hopfenhausstraße auf die vergangen Tage hin.
Dies war für uns der Anlass in Ehingen wieder Hopfen anzubauen und auf die Brau- und Hopfenzuchttradition in Ehingen aufmerksam zu machen. So wurden Ende März 2007 16 Fechser der Sorte Perle in unserem Biergarten gepflanzt. Nachdem Sie den ganzen Sommer kräftig Schatten gespendet haben wurden die Ranken in der ersten Septemberwoche geerntet und wir konnten 2,5kg Ehinger Perle unser Eigen nennen. In der folgenden Woche wurde der Hopfen seiner Bestimmung zugeführt,
und in 4 Suden zu 200 Litern Bier verarbeitet.
- Fastendoppelbock:

Charakteristik: Sehr üppig und malzig. Ausgeprägte Malznote mit alkoholischen Unterzügen. Die alkoholischen Note ist sanft und wärmend. Die Hopfennote ist nur leicht wahrnehmbar.
Geschichte: Die Mönche haben es erkannt. Flüssiges bricht Fasten nicht. So waren die nahrhaften Starkbiere während der Fastenzeit beliebte Begleiter um den Hunger zu stillen.
- IPA (India Pale Ale):

Charakteristik: Das Bier hat einen sehr ausgeprägtes Hopfenaroma. Welches sich vom Antrunk bis in den Abtrunk dominant entfaltet. Es wird durch eine angenehme Malzsüße flankiert.
Geschichte: Dieses Bier wurde im 19. Jahrhundert in England und Schottland für die indischen Kronkolonien gebraut, dort war es unter den Kolonialtruppen sehr beliebt. Da es die lange Seefahrt überstehen musste, wurden an die Haltbarkeit besonders hohe Ansprüche gestellt. Der hohe Alkohol- und Hopfengehalt waren nötig, um die Umrundung von Afrika überstehen zu können. Den Suez-Kanal gab es zu damaliger Zeit nicht, so dass normales Bier auf den Segelschiffen mangels Kühlräumen verdorben wäre. IPA wurde mit etwa 16% Stammwürze und einer großen Menge Hopfen eingebraut. In Indien sollte es dann 1:1 mit Wasser verdünnt werden.
- London Porter:

Charakteristik: Der Malzgeschmack beinhaltet oft eine milde bis moderate Röstnote mit einem auffälligen Charakter von Karamell. Eine schwache Hopfenbittere bestimmt die Ausgewogenheit des Bieres.
Geschichte: Anfang des 18 Jahrhunderts gab es 3 Verschiedene Biertypen in England. Bier wurde zu dieser Zeit gerne in einer Mischung aus diesen 3 Typen getrunken. Dabei wurde das Glas zu einem Drittel mit je einer Biersorte gefüllt. Es wurde dann 3 Streifen genannt. Dies war sehr mühsam und dauerte sehr lange.
1722 kam Ralph Harwood Besitzer der Bell-Brauerei im Osten von London auf die Idee ein Bier zu brauen das die Charakterzüge aller drei Biere in sich vereint. Dadurch lässt es sich leicht aus einem Fass zapfen.
Zuerst wurde es Mr. Harwoods Entire genannt. Es wurde zuerst in einen Arbeiterviertel in Osten von London ausgeschenkt wo die Hafenarbeiter nie viel Zeit gehabt haben sich ein Bier zu gönnen. Durch die schnellere Zapfweise freundeten Sie sich schnell mit diesem neuen Bier an. Da die meisten die dieses Bier nun getrunken haben Lastenträger im englischen Porters nannten Sie diese Bier Porter.
- Märzen:

Charakteristik: bernsteinfarbenes weiches malzbetontes körperreiches kräftiges Bier mit leichter Hopfennote
Geschichte: Der Name Märzen rührt daher da jenes Bier früher im Frühjahr also in März eingebraut wurde. Es wurde stärker eingebraut damit es trotz der fehlenden Kühlmöglichkeit in den wärmeren Monaten länger haltbar ist.
- Maibock:

Charakteristik: vollmundig süß kräftiger Malzgeschmack, von goldfarben bis dunkelbraun
Geschichte: jene kräftige Biersorte stammt aus dem Norddeutschen. Genauer aus Einbeck bei Hannover. Es wurde aufgrund seiner Qualität bis nach Bayern exportiert. Hier erhielt es den Namen ainpökisch Bier was schließlich dann zum Bockbier wurde.
- Rauchbier:

Charakteristik: dunkelblondes Biere mit dezent malzblumig und vollmundig Charakter mit angenehmem Raucharoma/-geschmack
Geschichte: Eine traditionelle Spezialität der Stadt Bamberg. Über Buchenholzfeuer getrocknetes Gerstenmalz wird für dieses Märzen-artige Bier benutzt. Der Rauchcharakter des Malzes variiert mit der Machart.
- Roggenbier:

Charakteristik: Mittlere niedrige Bittere und ein wenig anfänglich Malzsüße entfalten sich bis dann der hefige und roggenbasierende Charakter den Geschmack dominiert. Niedriger Weizen-Hefe-Charakter rundet die Ausgewogenheit des Geschmacks ab. Der Abgang ist recht trocken.
Geschichte: Es wurde in Deutschland bis zur Einführung des Reinheitsgebotes verbreitet gebraut, dann aber allgemein verboten, weil der Roggen dringend zur Brotherstellung gebraucht wurde. Mittlerweile wird Roggenbier wieder angeboten. Es ist eine etwas ausgeprägtere Variante eines Dunkelweizens, wobei Roggenmalz statt Weizenmalz genutzt wird.
- Schwarzbier:

Charakteristik: sehr dunkles Bier mit vollmundigem meist brenzligem Geschmack
Geschichte: 1543 in Thüringen erstmals erwähnt. Bis vor etwa 100 Jahren waren alle Biere mehr oder weniger dunkel. Erst mit der Weiterentwicklung der Brautechnologie entstanden die ersten hellen Biersorten welche die dunklen fast vollständig verdrängten seit den 90ern sind aber die Dunklen langsam wieder im Vormarsch.
- Weihnachtsbier:

Charakteristik: gold gelbes weiches malzbetontes körperreiches kräftiges Bier mit angenehmer Hopfennote
Geschichte: Die Tradition zu besonderen Anlässen ein besonderes Bier zu brauen reicht weit ins Mittelalter zurück. So gab es früher auch Hochzeitsbier, Kindelbier (Geburt), Tröstelbier (Beerdigung), Fensterbier(neuer Nachbar)…. Eines der Bekanntesten Bier ist hier natürlich das Weihnachtsbier.
- Weißbier oder Weizenbier:
Charakteristik: spritziges Bier mit einem fruchtigen und würzigen Geschmack
Geschichte: Die Qualität des Weißbieres wurde in Bayern schon früh erkannt.1567 wurde das Brauen von Weißbier in Bayern verboten da es ein „unnützes Getränk“ wäre.Von nun an durfte nur noch das niederbayrische Geschlecht der Degenberger Weißbier brauen. Als der letzte Degenberger starb ging das Monopol auf den Bayernherzog Maximilian I. über. Er nutzte sein Monopol und vertrieb das Bier im großen Stiele um seine Kriegskasse im 30 jährigen Krieg zu füllen. Doch Mitte des 18ten Jahrhunderts kam das Weißbier durch die verbesserte Qualität des Braunbiers aus der Mode und das Monopol war nichts mehr Wert und es wurde aufgelöst. Erst durch Georg Schneider ( Schneiderweiße ) wurde diese Köstlichkeit zu neuem Ruhm verholfen.
- Caramelweizen:

Charakteristik: vollmundiges fruchtiges Weizenbier mit dem malzigen Charakter eines dunklen Bieres.
Geschichte: Die Qualität des Weißbieres wurde in Bayern schon früh erkannt.1567 wurde das Brauen von Weißbier in Bayern verboten da es ein „unnützes Getränk“ wäre.Von nun an durfte nur noch das niederbayrische Geschlecht der Degenberger Weißbier brauen. Als der letzte Degenberger starb ging das Monopol auf den Bayernherzog Maximilian I. über. Er nutzte sein Monopol und vertrieb das Bier im großen Stiele um seine Kriegskasse im 30 jährigen Krieg zu füllen. Doch Mitte des 18ten Jahrhunderts kam das Weißbier durch die verbesserte Qualität des Braunbiers aus der Mode und das Monopol war nichts mehr Wert und es wurde aufgelöst. Erst durch Georg Schneider ( Schneiderweiße ) wurde diese Köstlichkeit zu neuem Ruhm verholfen.
- Weizendoppelbock:

Charakteristik: vollmundig süßer Malzgeschmack, mit einer schönen Fruchtnote verbindet es die Aromaeigenschaften vom Weißbier und Bock.
Geschichte: Die Qualität des Weißbieres wurde in Bayern schon früh erkannt.1567 wurde das Brauen von Weißbier in Bayern verboten da es ein „unnützes Getränk“ wäre.Von nun an durfte nur noch das niederbayrische Geschlecht der Degenberger Weißbier brauen. Als der letzte Degenberger starb ging das Monopol auf den Bayernherzog Maximilian I. über. Er nutzte sein Monopol und vertrieb das Bier im großen Stiele um seine Kriegskasse im 30 jährigen Krieg zu füllen. Doch Mitte des 18ten Jahrhunderts kam das Weißbier durch die verbesserte Qualität des Braunbiers aus der Mode und das Monopol war nichts mehr Wert und es wurde aufgelöst. Erst durch Georg Schneider ( Schneiderweiße ) wurde diese Köstlichkeit zu neuem Ruhm verholfen.







